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Hochgeschwindigkeitsstrecke München – Augsburg wird eröffnet
Neues in Augsburg - Pressemitteilungen der Stadt Augsburg
Montag, den 12. Dezember 2011 um 10:52 Uhr


Nach einer Planungs- und Bauzeit von 20 Jahren geht die 61 Kilometer lange, viergleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen München und Augsburg zum Fahrplanwechsel in Betrieb. Durch die Trennung in langsamer und schneller fahrende Züge bedeutet der Ausbau für die Bahnkunden mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, eine höhere Zugfrequenz und mehr Tempo auf dieser Strecke.

Ein Sonderzug wird am Samstag, 10. Dezember, die neue Strecke eröffnen. An Bord sind Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, der Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, sowie der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, Wirtschaftsreferentin Eva Weber und Klaus-Dieter Josel als Konzernbevollmächtigter der Bahn AG für Bayern wird die Ehrengäste in Augsburg mit „Großem Bahnhof“ begrüßen. Für die Rückfahrt des Sonderzugs in die Landeshauptstadt gibt der OB selbst das Signal und steigt ebenfalls zu.

Rund 13 Jahre haben die Ausbauarbeiten Strecke zwischen Olching und Augsburg, einem Abschnitt der europäischen Magistrale Paris – Bratislava/Budapest, gedauert. Geplant wird der viergleisige Ausbau seit 1993, nicht immer lief alles störungsfrei. 1999 drohte das Aus für das Projekt durch die Bahn selbst. Die Arbeiten wurden eingestellt. Zu guter Letzt wurde nach der „Augsburger Erklärung“ aller betroffenen Regionalpolitiker aus dem Jahr 2004 dann aber doch weitergebaut.

Auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke sind für Fernzüge zwei Gleise auf Tempo 230 ausgelegt. Zwei weitere Gleise für den Regional- und Güterverkehr sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern zugelassen. Künftig wird auf den ICE-Verbindungen die Fahrzeit zwischen Augsburg und München um fünf auf 30 Minuten verkürzt. Auch die Anbindung über Frankfurt/Main nach Berlin klappt dank der Hochgeschwindigkeitsstrecke besser.

Für Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl ist dies ein wichtiges Plus für Augsburg. „Hochwertige Verkehrsverbindungen zu anderen Wirtschaftszentren sind für den wirtschaftlichen Erfolg von Regionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen unerlässlich. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, das Verkehrsgeschehen möglichst umweltverträglich zu gestalten. Dafür ist eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur Voraussetzung.“

Wirtschaftsreferentin Eva Weber resümiert. „Der viergleisige Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Augsburg – München stärkt zusammen mit dem positiven Votum in Baden-Württemberg für Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart – Ulm die Südschiene nachhaltig. Dazu gehört auch, dass noch in diesem Jahr der Planfeststellungsbeschluss für den Umbau des Augsburger Hauptbahnhofes erfolgt. Insgesamt bietet der neue Bahnfahrplan 2012 deutlich bessere Anschlüsse in Augsburg. Alles in allem ein gutes Jahr für den Bahnknoten Augsburg.“

Für den erforderlichen Ausbau der Bahnstrecke Augsburg - Ulm erwartet die Wirtschaftsreferentin nun Rückenwind. „Dieses Nadelöhr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke ist noch zu beseitigen. Auch die Schließung der morgendlichen Fahrplanlücke bei schnellen Zügen nach Nürnberg bleibt auf der Agenda.“



 



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